Texas Hold’em Regeln
Ziel des Spiels – mit der besten Hand abzuschließen und somit den Pot zu gewinnen.
Voraussetzung an Chips – Sie müssen über ausreichend Chips verfügen, um Ihre Einsätze vorzunehmen.
Spielablauf
- Die beiden Spieler direkt links vom Dealer beginnen mit dem Einsatz der Blinds.
- Zwei Pocket-Karten werden jedem Spieler verdeckt ausgeteilt. Die erste Setzrunde startet und der Spieler kann folden (passen), setzen oder erhöhen.
- Lediglich ein Einsatz und drei Erhöhungen sind pro Spieler innerhalb der ersten Setzrunde gestattet.
- Innerhalb der ersten Setzrunde können die Spieler nicht checken. Der einzige Spieler, der checken kann, ist derjenige, der den Big Blind gesetzt hat, solange niemand weiteres erhöht hat.
- Drei Gemeinschaftskarten (der „Flop“) werden offen auf den Tisch gelegt. Die Spieler können in Kombination mit Ihren zwei verdeckten Karten eine bestmögliche Hand bilden.
- Innerhalb der zweiten Setzrunde kann der Spieler checken, folden (passen), setzen oder raisen (erhöhen).
- Die vierte Gemeinschaftskarte (der Turn) wird offen innerhalb der Tischmitte gelegt.
- Innerhalb der dritten Setzrunde kann der Spieler checken, folden (passen), setzen oder raisen (erhöhen).
- Sollten zu diesem Zeitpunkt noch mindestens zwei Spieler innerhalb der Hand aktiv sein, wird die fünfte und letzte Gemeinschaftskarte (der „River“) offen innerhalb der Tischmitte gelegt.
- Die Einsätze innerhalb der Finalrunde folgen.
- Es kommt zum Showdown! Alle verbleibenden Spieler bilden die bestmögliche Hand. Hierbei kann der Spieler auf folgende Kombination zurückgreifen:
- Zwei seiner Pocket-Karten und drei Gemeinschaftskarten.
- Eine seiner Pocket-Karten und vier Gemeinschaftskarten.
- Alle fünf Gemeinschaftskarten.
- Die beste Hand gewinnt den Pot. Sollten zwei oder mehrere Spieler über eine gleichstarke Hand verfügen, wird der Pot anteilig aufgeteilt.
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Setzregeln
Gemäß den gängigen Pokerregeln wird im Uhrzeigersinn gespielt.
Die zwei Spieler direkt neben dem Dealer beginnen mit den Blinds.
Der Small Blind (der Spieler, der direkt links zum Dealer sitzt) beträgt die Hälfte des niedrigeren Einsatzlimits.
Der Big Blind (der Spieler, der direkt links zum Small Blind sitzt) beträgt die Höhe des höheren Einsatzlimits.
Die Einsatzstrukturen innerhalb des Spiels legen die Blinds fest. Bei einem Spiel mit $2 und $4 Einsatzstufen, beträgt der Small Blind $1 und der Big Blind $2.
Blind-Einsätze beim Texas Hold’em werden als aktive Einsätze angesehen. Somit haben diejenigen Spieler die Möglichkeit zu checken, folden, callen oder zu raisen, sofern Sie an der Reihe sind.
Lediglich ein Einsatz und drei Erhöhungen sind pro Spieler innerhalb der ersten Runde gestattet.
Innerhalb der ersten Setzrunden können die Spieler nicht checken. Der einzige Spieler, der checken kann, ist derjenige, der den Big Blind gesetzt hat, solange niemand weiteres erhöht hat.
Ab der zweiten und den darauffolgenden Setzrunden kann der Spieler checken, folden, setzen oder raisen.
Alle Einsätze müssen in Übereinstimmung mit den jeweiligen Setzstrukturen erfolgen.
Beim Texas Hold’em Poker kann es zu vier möglichen Setzrunden kommen. Jeder Einsatz und jede Erhöhung innerhalb der ersten beiden Runde erfolgt anhand der niedrigeren Limits und innerhalb der letzten beiden Runden anhand der höheren Limit-Strukturen. Zum Beispiel: bei einem $1/$2 Texas Hold’em-Spiel müssen innerhalb der ersten beiden Runden für Einsätze und Erhöhungen $1 gezahlt werden. Innerhalb der letzten beiden Runden muss hierfür $2 entrichtet werden.
Beim Texas Hold’em Poker kann der Spieler maximal vier Einsätze innerhalb einer Setzrunde vornehmen. Dies beinhaltet einen Einsatz, eine Erhöhung, eine weitere Erhöhung und einen Cap.
Innerhalb Setzrunden, bei denen Spieler gefoldet haben, beginnt der Spieler links zum Dealer.
Um die Fairness für alle Teilnehmer beim Texas Hold‘em zu gewährleisten, müssen Spieler, die den Tisch neu betreten, einen Big-Blind zahlen, sofern Sie an der kommenden Hand teilnehmen möchten. Jedem Spieler steht die Möglichkeit zur Verfügung auszusetzen und zu warten bis der Big Blind Ihre Position erreicht, um ins Spielgeschehen einzugreifen.
Durch diese Zwangsabgabe des Blinds wird verhindert, dass Spieler den Tisch kurz vor Abgabe des Blinds verlassen, um diesen kurz darauf wieder zu betreten.
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Texas Hold’em-Tipps
Auch wenn die Texas Hold’em-Regeln kinderleicht zu erlernen sind, wird fürs erfolgreiche Spielen immer noch eine Portion Geschick benötigt. Bevor Sie mit dem Spielen loslegen, wäre es sinnvoll sich einige Grundsätze zu Herzen zu nehmen. Dies verbessert nicht nur Ihre Gewinnchancen, sondern ermöglicht Ihnen auch den möglichen Verlust Ihrer Einsätze durch nicht durchdachte Spielzüge.
Seien Sie sich über Ihre Position im Klaren
Die Position beim Texas Hold’em ist extrem wichtig. Es gibt weniger Spielraum für Fehler, wenn Sie nah zum Dealer-Button sitzen, als wenn Sie zum Schluss agieren. Sollte man beim Pre-Flop mit einer grenzwertigen Hand spielen, kann es gut möglich sein, am Ende durch Mitspieler geraised zu werden. Somit befinden Sie sich in der unangenehmen Position direkt entscheiden zu müssen, ob Ihre Hand es wert ist oder Sie einfach passen sollten. In hinteren Positionen haben Sie die Möglichkeit es besser einschätzen zu können ohne jeweils einen Einsatz sinnlos zu vergeuden.
Passt es? Nein, passen!
Sollte der Flop für Ihre Hand nicht geeignet sein, dann zögern Sie nicht einfach zu passen. Sie kommen natürlich in Versuchung die Hand beim River zu verbessern, doch Sie werden letztlich sicherlich noch mehr Geld verlieren, als Ihnen lieb sein wird. Natürlich kann es dann vorkommen, dass Spieler beim River siegreiche Hände kreieren, die vorab aussichtslos erschienen. Das kann Sie dazu verleiten beim nächsten Mal die Hand nicht zu passen und erst einmal weiterzumachen. Doch dieses Glück passiert viel seltener als Sie glauben werden. Sobald Sie Ihre Hand gepasst haben, vergessen Sie einfach welche Karten Sie besessen haben.
Seien Sie diszipliniert
Dies ist wohlmöglich der schwierigste Aspekt beim Pokerspiel. Das bedeutet, dass Sie Karten ablegen, die Sie wohlmöglich noch gerne behalten hätten, in der leisen Hoffnung dass der Flop Ihre Hilferufe erhört. Passen Sie, wenn die Karten nach dem Flop nicht passen. Sollten Sie ein Buben-Paar besitzen und es kommt beim Flop ein Ass zum Vorschein, können Sie sich ziemlich sicher sein, dass jemand anderes einen weiteren hat. Somit scheint Ihre Hand nicht siegreich enden zu können, so dass Sie die Disziplin haben sollten, einfach die Karten abzulegen – Sie werden mehr Geld verlieren, als wenn Sie die Karten behalten und beim Turn oder River auf einen weiteren Buben hoffen.
Denken Sie voraus!
Sobald der Flop präsentiert wird, sollten Sie sich Gedanken über Ihre bestmögliche Hand machen und vergleichen oder bedenken, was Sie möglicherweise noch erhalten würden. Sollten Sie dies nicht tun, laufen Sie Risiko Einsätze zu verspielen für eine Hand, die bereits geschlagen ist. Dies ist auch bekannt unter „Drawing Dead“. Hierbei spekuliert man auf eine bestimme Karte, obwohl diese einem nicht mehr weiterhelfen würde, da man dennoch geschlagen wäre.
Setzen Sie vorsichtig
Fünf der insgesamt sieben Karten können nach dem Flop gesehen werden. An dieser Stelle haben Sie eine gute Möglichkeit einzuschätzen, wie stark Ihre Hand für die Finalrunde wirklich ist. Bewerten Sie die Stärke Ihrer Hand und setzen Sie vorsichtig. Beim Turn oder River noch im Spiel zu bleiben, erfordert Ihrerseits eine starke Hand oder die Vermutung, dass ein aggressives Auftreten Ihrerseits, die weiteren Teilnehmer zum Passen verleitet.
Erst denken, dann handeln!
Hier ein allgemeiner Hinweis – nach dem Flop sollten Sie nur noch mit einem starken Paar und dazugehörigen Side-Karten Straßen oder ein Flush Draw mitgehen.
Leitwolf
Obwohl Ass-König natürlich eine fantastische Start-Kombination ist, benötigt man beim Flop entweder ein Ass oder König, um es aggressiv auszuspielen.
Die Position macht’s!
Müssen Sie vor Ihren Konkurrenten aktiv werden, spielen Sie einige Hände. Zuletzt an der Reihe beim Hold’em zu sein, ist gleichzusetzen mit dem Team, welches zuletzt beim Baseball schlagen darf. Kurz gesagt: es ist ein großer Vorteil. Hände, die Sie bei einer anfänglichen Position gepasst hätten, können jetzt eventuell zum Erhöhen eingesetzt werden.
Scharf mitdenken
Überlegen Sie sich wie Ihre beiden Pocket-Karten in Kombination mit den beiden Gemeinschaftskarten eine siegreiche Hand kreieren können. Ebenso sollten Sie bedenken, welche möglichen Hand-Kombinationen Ihre Kontrahenten erzielen könnten.
Lassen Sie den Ego-Trip sein!
Machen Sie Schluss, sofern notwendig. Sie haben nicht viel verloren, wenn Sie eine nutzlose Hand frühzeitig passen.
Geduld führt zum Erfolg
Erfolg beim Texas Hold’em erfordert Geduld. Achten Sie auf die jeweiligen Positionen und trösten Sie sich mit dem Wissen, dass gute Hände weniger als die besten 7-Card-Stud-Hände überrannt werden. Texas Hold’em erfordert Geduld und Disziplin. Wählen Sie Ihre zu spielende Hände ganz genau aus und sofern Sie sich entscheiden eine Hand zu spielen, seien Sie so aggressiv wie nur möglich.
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